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murdelta

Sexismus ist nach meinem Dafürhalten in erster Linie ein komplexes, soziales Problem und wie bei den allermeisten sozialen Problemen liegt die Lösung in den Händen beider Partner. Fefe bringt das in seinem Blog (in einem Nachklapp zur Creepercard-Aktion auf der 29c3) so auf den Punkt:

“Sexismus ist ein soziales Problem, sowas löst man, indem man miteinander redet.”

Sich zurückzulehnen und zu sagen “Es ist eine Zumutung mit Euch Männern, ändert Euch”, ist nicht miteinander reden, das ist doof und unerwachsen.

Sexismus ist ein Problem, das über Jahrtausende der Menschwerdung “gereift” ist.
Frauen als Objekt zu sehen, ist ein uraltes männliches (und natürlich völlig überkommenes) Verhalten.
Ebenso überkommen ist aber auch das uralte weibliche Gegenstück: das Stillhalten, das Ignorieren eigener Grenzen, das Sich-nicht-wehren, das Unterordnen.

Wenn Frauen nun also zu Recht von Männern verlangen, dass sie ihre völlig veralteten Frauenbilder und Verhaltensmuster überdenken, müssen sie dann nicht auch ihr eigenes Verhalten überdenken? Weniger hinnehmen, klarer sprechen, für sich selber einstehen, statt auf Rettung zu warten, nicht immer still sein, “damit die liebe Seele ihre Ruhe hat”?

Zitat aus einer Facebook-Diskussion:

“Wie sollen Männer lernen, wo die (bei jeder Mann/Frau-Konstellation wo anders liegende) Grenze zwischen im Zweifel auch tollpatschiger Beziehungsanbahnung und unstrittig tatsächlicher Belästigung liegt, wenn Frau das Mann nicht sagt?”

So funktioniert doch soziale Reifung: Männer lernen von Frauen, Frauen lernen von Männern, man spricht gemeinsam darüber, wie man mit unterschiedlichen Bedürfnissen umgehen kann, Menschen [sic!] wachsen aneinander.

Zu warten, bis die Welt durch die Einsicht, Klugheit und Rücksichtnahme der Männer ein besserer Ort geworden ist, während man sich selber auf die Schilderung erschütternder Erlebnisse beschränkt, halte ich für falsch. Das ist für mich unmündiges Verhalten. Ausdruck von Schwäche und Unreife, sowie der Weigerung, Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen.

Das Schreien der Lämmer - Fuck you, I'm human.
Reposted fromkellerabteil kellerabteil
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