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murdelta
Ich war lange überzeugt davon, dass “Hacken” im eigentlichen Sinn nicht nur ein sehr spannendes Konzept, sondern eine eine Fertigkeit darstellt, welche für die Bürger liberaler Demokratien von heute essentiell ist. Für viele ist der Ausdruck “Hacken” mit Kriminalität und Beschädigung verbunden. Ich habe ihn dagegen immer im Positiven benutzt, zur Beschreibung einer Kultur und Geisteshaltung der Neugier und des Experimentierens mit Technik. Leider wird diese Neugier und Geisteshaltung heute vielfach erstickt. Kindern werden alle möglichen Tools und Gadgets gegeben, die oberflächlich Kreativität ermöglichen. Doch es wird ihnen verboten, die Geräte zu öffnen, unter die Oberfläche zu schauen, zu verstehen, was im Gerät passiert. Aus meiner Sicht ist das wie eine Anleitung zur Erziehung einer fügsamen, willigen Konsumentenschaft – anstelle einer lebendigen, gesunden demokratischen Gesellschaft. Für mich ist das Konzept des “Hacken” ganz ähnlich zu den pädagogischen Ansätzen des Philosophen John Dewey, nach denen Lernen auf Ausprobieren aufgebaut werden sollte (“learning by doing”), oder zu dem, was Lewis Mumford an Renaissance-Künstlern wie Leonardo Da Vinci bewundernd hervorhob.
“Wir müssen den Deckel vom Internet anheben, damit alle sehen, was unter der Oberfläche passiert.”
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